Das Universum - Die Wissenschaft (2)

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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

21.05.2019, 10:18

Mit Hilfe der sog. Fraunhofer Linien (->), das sind schwarze Streifen im Spektralband (des Sonnenlichtes), kann man feststellen welche Grundelemente eine Sonne produziert:

Bild

(Habe mal die Stellen für Kalzium, Eisen, Wasserstoff, Helium und Natrium (v.l.n.r.) eingezeichnet.)

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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

21.05.2019, 10:32

Faszinierend, wie auch Spock zu bemerken wußte.
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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

21.05.2019, 10:32

Chemische Element mit einer Ordnungszahl größer 37 produziert unsere Sonne nicht, diese werden nur durch Weiße Riesen, große Sternenexplosionen (Novae) oder durch Neutronensterne erzeugt. Lediglich Element 1 (Wasserstoff) und Element 2 (Helium) entstanden mit dem Urknall..

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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

22.05.2019, 11:43

Die Transurane ab Ordnungsgröße 104 sind künstlich, nur als Nebenprodukte der Kernspaltung aufgetreten. Sie sind so flüchtig das wir nicht mal ihre ganzen Eigenschaften kennen.

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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

22.05.2019, 14:58

Da ist noch viel Forschungsarbeit notwendig.
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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

22.05.2019, 15:45

Aber auch interessant. Gibt es eine Grenze über die hinaus keine weiteren Elemente sich bilden lassen? Oder können wir sie auf Grund ihrer Flüchtigkeit gar nicht mehr wahrnehmen? :roll:

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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

23.05.2019, 11:38

Vielleicht derzeit noch nicht wahrnehmen, aber mit Fortschreiten der Technik....vielleicht irgendwann möglich.
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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

23.05.2019, 14:33

Astrophysiker der Universität Moskau haben auf Aufnahmen des Weltraumteleskop WISE in 10.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde im Sternbild Cassiopeia ein äußerst seltenes Objekt entdeckt, das sie erst für einen Gasnebel mit einem Stern im Zentrum gehalten haben. Gemeinsam mit deutschen Astrophysikern der Universität Bonn wurde das nun als J005311 bezeichnete Objekt als Ergebnis einer stellaren Fusion identifiziert, bei der zwei Weiße Zwerge miteinander verschmolzen waren.*)

J005311 ist im sichtbaren Licht praktisch unsichtbar und enthält die beiden am häufigsten vorkommende Elemente des Universums, Wasserstoff und Helium laut spektroskopischer Untersuchungen nicht, was für Weiße Zwerge eine typische Eigenschaft ist. Auch das nun entdeckte Objekt wird schon bald in einer Explosion endgültig vernichtet werden.

*)Von dem äußerst seltenen Himmelskörper existieren wohl weniger (!) als zehn in der gesamten Milchstraße.

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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

29.05.2019, 07:20

Firmen wie FinFisher* aus Deutschland, Hacking Team aus Italien oder die NSO Group aus Israel scheuen das Licht der Öffentlichkeit. Denn ihr Geschäft sind Spionageprogramme, die bislang unbekannte Sicherheitslücken von Smartphones und Computern ausnutzen, um sämtliche Aktivitäten der Nutzer auszuspionieren: Mail-Korrespondenz, Adressbücher, Chat-Programme, Telefonanrufe – sie schalten sogar Kamera und Mikrofon nach Belieben ein, ohne dass der Nutzer dies merkt.

Die Firmen verkaufen ihre Programme für Millionenbeträge an Regierungen und sind dabei nicht besonders wählerisch. Nach Recherchen von Amnesty International und dem kanadischen Citizen Lab in Toronto setzten Länder wie China, Mexiko, Bahrain, Pakistan, Marokko oder die Arabischen Emirate solche Programme gezielt gegen Journalisten, Menschenrechtler und Oppositionelle ein. Diese leben fortan in Angst, denn für ein paar „falsche“ Tweets drohen ihnen und ihren Kontakten jahrelange Haftstrafen, Folter und Schlimmeres.

Der Italiener Claudio Guarnieri, besser bekannt unter seinem Hackernamen Nex, sammelt seit über zehn Jahren Informationen über diese Spionagesoftware. Für das Citizen Lab und Amnesty International hat er Dutzende Fälle dokumentiert. In seinen Dossiers schlüsselt er detailliert auf, wie die Smartphones und Computer infiziert wurden und welche Auswirkungen dies auf die Betroffenen hat. Einige besonders eindrückliche Fälle zeigt er auf seiner Webseite surveillance.gallery. Darunter sind Diep Saeeda aus Pakistan und Ahmed Mansoor, der von den Emiraten zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er sich in sozialen Medien kritisch gegenüber der Regierung geäußert hatte.

Doch nach den Snowden-Enthüllungen sei das Interesse der Medien an solchen Geschichten wieder abgekühlt. Nex vermutet, dass das auch an der Unsichtbarkeit der Spionageprogramme liegt. Man kann sie weder spüren, sehen noch hören. Um ihre Tarnkappen zu zerstören, sammelt er deshalb infizierte Geräte und versucht, die Programme zu extrahieren. Bei mancher Malware wie dem Remote Control System von Hacking Team oder Pegasus der NSO Group kann er die Hersteller zuordnen. Bei anderen Programmen wie Crimson oder StealthAgent aus Pakistan sind die Urheber bislang unbekannt geblieben.

(Quelle: Ct)

*) Bei FinFisher handelt es sich um einen Trojaner, da die Spionagefunktionen in einer harmlos aussehenden Hülle eingeschmuggelt werden. Die deutsche Bundesregierung unterstützt den Handel mit dieser Software, indem sie den Export deutscher Überwachungstechnologie mit Hermesbürgschaften abgesichert hat. Im Mai 2013 erwarb die Bundesregierung eine Nutzungslizenz für zehn Computer für FinSpy über den deutschen Vertreiber Elaman für 147.000 Euro, wobei jedoch aufgrund der Rechtslage in Deutschland die "Software noch angepasst werden müsse.."

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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

29.05.2019, 07:27

Aliens und Klimawandel: Planetarer Kollaps am wahrscheinlichsten u. damit kein "menschliches" Problem:

Menschen belasten die Erde: Forscher haben nun modelliert, ob es Außerirdischen genauso ergehen könnte. Ihre Simulationen geben wenig Anlass zur Hoffnung.
Wenn sich auf einem (Exo-)Planeten eine energiehungrige Zivilisation entwickelt, ist eine katastrophale Überlastung des Ökosystems und ein Massensterben wahrscheinlich. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie mehrerer Forscher. Die haben anhand von noch sehr simplen Modellen durchgespielt, ob und wie sich die irdische und außerirdische Zivilisationen entwickeln könnten. Dabei griffen sie auf Methoden der dynamischen Systemtheorie zurück, wie sie im US-Magazin Astrobiology erklären. Die führten im häufigsten Fall zum Kollaps planetarer Zivilisationen, es gab aber auch hoffnungsvollere Ergebnisse.

Wie der Forschungsleiter Adam Frank von der University of Rochester im US-Magazin Atlantic erläutert, wollte sein Team ermitteln, was anderswo passiert sein könnte und uns möglicherweise bevorsteht. Natürlich gebe es bislang keinen Hinweis auf eine Zivilisation abseits der Erde, aber "außer das Universum ist in perversem Maße gegen Zivilisationen eingestellt, sind wir nicht die erste". Für die Modelle habe man auf Gesetze der Planeten zurückgegriffen, deren Konsequenzen Astronomen beispielsweise auf Planeten wie der überhitzten Venus, dem ausgetrockneten Mars und fernen Eismonden sehen könne. Deswegen gebe es umfangreiches Wissen über Klimamodelle, das für Vorhersagen genutzt werden könne.

In Verbindung mit Erkenntnissen aus der Populationsbiologie hat Franks Team ein einfaches Modell für die Evolution einer Zivilisation auf einem Planeten entwickelt. Von Letzterem stammen die Energieressourcen, die die Zivilisation nutzt und sich dadurch zu immer neuen Höhen aufschwingt. Dadurch würden auch immer mehr Nachkommen produziert, was den Energiebedarf ansteigen lässt. Dieser Zusammenhang ist demnach ein grundlegender Baustein der Populationsbiologie und den Forschern zufolge allgemeingültig. Der steigende Energiebedarf wirke sich aber zwangsläufig auf den Planeten aus und unzählige Durchläufe der Modelle hätten drei verschiedene Szenarien offenbart.

Demnach war das Erste und Häufigste jenes, in der der rapid anwachsende Ressourcenbedarf den Planeten aus seinem ursprünglichen Zustand katapultierte. Es folgte eine katastrophaler Bevölkerungsrückgang, bevor sich ein neues Gleichgewicht bildete. In vielen Modellen seien vorher aber 70 Prozent der Bevölkerung vernichtet worden, ein Rückgang, den entwickelte Zivilisationen wie die menschliche möglicherweise nicht überstehen könnten. Im zweiten Szenario sei es den modellierten Zivilisationen gelungen, quasi eine "weiche Landung" zu schaffen und ohne Massensterben zu einem Gleichgewicht zu gelangen. Im dritten war die Veränderung des Planeten dagegen so massiv, dass die Zivilisation gänzlich ausstarb.

Wie der Forscher weiter schreibt, änderte es in vielen Fällen nicht einmal den Ausgang der Simulation, wenn der Zivilisation eine endliche (fossile) und eine quasi unbegrenzte (solare) Energiequelle zur Verfügung gestellt wurde. Ein Wechsel zur erneuerbaren Energie konnte das Schicksal dieser Modell-Zivilisationen nicht ändern. Die Modelle hätten damit ein überraschendes Ergebnis gezeigt, denn für den Wechsel der Energiequelle sei es offenbar zu spät gewesen: Der Planet hatte den Punkt ohne Wiederkehr schon überschritten und der Ressourcenwechsel verzögerte die Katastrophe lediglich.

Adam Frank erkennt die Begrenztheit der Studie an, weswegen es auch noch zu früh sei, die Frage "Schafft es irgendjemand" zu beantworten. Trotzdem habe sie bereits eine radikale Wahrheit darüber ans Licht gebracht, welche Herausforderungen auf die Menschheit und eine von uns dominierte Erde warten. Soetwas wie das Anthropozän kann sehr verbreitet sein und in den meisten Fällen das Ende von Zivilisationen bedeuten. Der Klimawandel sei dann eine Art kosmischer Test, der eine Chance bietet, uns von jenen Zivilisationen abzuheben, die zu kurzsichtig waren, um sich ihres Planeten anzunehmen
.

(Quelle: heise-online)

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