DvD Haltbarkeit

Moderator: Holger
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Chakotay [mp]
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01.02.2005, 13:18

Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder zu Wort:
Um aus den ganzen konkreten Rechenbeispielen mal was Konkretes zu machen:
Die Hersteller rechnen bei DVDs mit einer DURCHSCHNITTLICHEN Lebensdauer von ca. 20 Jahren! Bedenkt, dass jedes Material einem ganz natürlichen Verwitterungsprozess unterworfen ist. Der Vorteil der Digitalmedien besteht darin, dass sich so lange kein Qualitätsverlust bemerkbar macht, wie noch eindeutig zwischen "1" und "0" unterschieden werden kann. Nicht so wie bei einer analogen Speicherung a la MC, von der nach 5 Jahren im schlimmsten Fall nur noch Geleier kommt.
Nun ist es also an jedem DVD-Nutzer selbst gelegen, durch einen pfleglichen Umgang mit diesen (wie im thread bereits hinreichend beschrieben) die Lebensdauer zu beeinflussen. Dann hält die DVD vielleicht 25 Jahre oder auch länger, oder sie lebt halt nur 5 Minuten, im Hinblick auf die "Tray-Geschichte". ;)
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Roland Hülsmann
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01.02.2005, 16:17

Original von "Chakotay [mp]"
Die Hersteller rechnen bei DVDs mit einer DURCHSCHNITTLICHEN Lebensdauer von ca. 20 Jahren!
Da lob ich mir die Qualität der antiken und mittelalterlichen Bücher. Auf deren Daten können wir immer noch problemlos zugreifen.

Ich fürchte in weiteren 500 oder 1000 Jahren wird man unsere Zeit als eine dunkle Zeit beschreiben (ähnlich dem finsteren Mittelalter), weil aus dieser Zeit kaum Dokumente erhalten sind. Unsere heutigen Bücher halten auch kaum länger als 20 - 50 Jahre, weil sich dann Leim und Papier irgendwann auflösen und zu Staub zerbröseln.

Gruß
Roland

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Phoebe J.
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01.02.2005, 16:48

Dann lasst uns wieder handschriftlich mit Tinte schreiben und schickt das Papier zum Teufel, nehmen wir wieder Tierhäute! :D

Ich glaube nicht dass man uns mit den ´dunklen Mittelalter´ vergleichen kann denn aus dieser Zeit weiß man so gut wie gar nichts. Man wird zumindest wissen dass wir Computer hatten und dass es das Internet gab. Ob diese Daten in irgendwelchen ´Geschichtsdateien´ freiwillig gespeichert werden wage ich zu bezweifeln. Aber es gibt genügend Bücher, und bevor die zusammenbröseln kann man sie kopieren, oder die x-te neue Auflage pressen. Nebenbei findet man sicher noch recht gut erhaltene Teile in privaten Sammlungen und Antiquariaten. Und in den Archiven gibt es bereits recht alte Zeitungen die noch recht gut in Schuß sind, aber auch hier gilt, je besser die Lagerung desto besser der Zustand und desto länger die Lebensdauer. ;)
Ich denke da besteht keine größere Gefahr. Irgendwas überdauert immer. Nur mit Daten ist das natürlich ein kleines Problem, aber das wird man auch noch irgendwann aus der Welt schaffen - denke ich mal.

Übrigens habe ich schon Bücher aus dem 19. Jhd gesehen die heute noch existieren und recht gut in Schuß sind, kein Leimproblem und bröseln tut auch noch nix. Und wenn doch kann man es auch wieder restaurieren. ;)
Mal:Do you know your job, little one?
River:Do you?
(Firefly)


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Jürgen Wittmann
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02.02.2005, 11:39

Ja, ich denke auch, man sollte die gute alte Art des Archivierens nicht beiseite schieben. Als Anfangs der ´80er die CD als Datenspeicher kam, jubelten alle Museen etc. auf. Endlich ein Datenspeicherung, die ewig hält. Schleunigst wurden die Archive auf CD gequetscht. Doch dann kam die Hiobsbotschaft, das die CD´s auch nur begrenzt lauffähig sind. Also behielt man zähneknierschend die guten alten Papierarchive trotzdem noch. In unserem Stadtarchiv sind z.B. alle Tageszeitungen aus Ingolstadt bis heute archiviert, was mittlerweile ein riesen Lagerraum ist. Auf CD passt das ganze in einen Schuhkarton. Trotzdem wird man nie das gute alte Papier dadurch ersetzen.
Ein Vorteil der alten analogen Aufzeichnung ist, das nie eine komplette Datei oder CD/DVD ausfallen wird. Es häufen sich zwar die Bild- und Tonstörungen, aber solange das Band nicht reisst, wird es immer laufen. Und selbst das kann man wieder kleben. Eine CD/DVD kann total ausfallen, wenn die nötige Startsequenz hinüber ist. Da kann die Bild- oder Tondatei selbst in Ordnung sein, aber was hilft es, wenn die Scheibe schlichtweg nicht mehr startet. Zwar gibt es mittlerweile Möglichkeiten, die Daten trotzdem zu retten. Aber dazu muss man das Teil einschicken, was sich als Privatmann bei einem Film nicht wirklich rentiert.
Gruss @ all

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AntiGravEinheit
Beiträge: 436
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02.02.2005, 15:48

Nun, die Bundesregierung lagert Dokumente und Aufzeichnung von historischer Bedeutung in einem Salzstock ein. Alles gepinnt auf Microfilm in speziellen Behältern.

Im WWW habe ich auf die Schnelle nichts gefunden, aber ich habe mal einen TV-Bericht darüber gesehen.

Angeblich soll das so Jahrhunderte überdaueren können. Um zum Lesen reicht im Prinzip ein Vergrößerungsglas.

Fragt sich nur, auf was die Verwaltung der Behälter gespeichert wird :D.
Am Ende ist diese Datenbank futsch und keiner findet mehr irgendeine Microfilmrolle.

AntiGravEinheit

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