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Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

Verfasst: 12.06.2019, 12:24
von NewNemo
Kollaps einer energiehungrigen Zivilisation unausweichlich?

Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

Verfasst: 17.06.2019, 07:32
von Holger
Scheint ein universelles Naturgesetzt von Zivilisationen zu sein, das Streben nach Wohlstand und Fortschritt scheint im Zerstören der Zivilisation zu enden.

Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

Verfasst: 17.06.2019, 10:23
von Holger
Star Trek lässt grüßen: NASA entdeckt Sternenflotten-Logo auf dem Mars :o
Das menschliche Gehirn ist sehr gut darin, bestimmte Formen mit bekannten Mustern zu assoziieren. ;) Genau dieses Phänomen sorgt jetzt für helle Freude unter Star Trek-Fans. Die NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) hat auf unserem Nachbarplaneten eine Formation entdeckt, die große Ähnlichkeit mit dem berühmten Sternenflotten-Logo zeigt. Die Erklärung für die Entstehung ist dann aber wieder ganz nüchtern.

Ein neues Bild, das vom Mars Reconnaissance Orbiter vor kurzem zur Erde geschickt wurde, zeigt eine Felsformation, die bei Fans der Geschichten von Gene Roddenberry rund um die Sternenflotte für helle Aufregung sorgt: Hier scheint sich ganz klar das berühmte Star-Trek-Logo in seiner vollen Pracht zu zeigen - was auch den Captain-Kirk Schauspieler William Shatner dazu veranlasst, sich sofort mit einem Seitenhieb auf das Star-Wars-Universum zu Wort zu melden.
@WilliamShatner
Hey @starwars! Will you hurry up your Rebel Scums? 🙄 We beat you!
:lol:

Natürlich finden sich für das scheinbar kuriose Phänomen mit direktem Bezug zur weltlichen Scifi-Popkultur dann aber auch schnell recht ernüchternde Erklärungen, die alle Hoffnungen auf welterschütternde Erkenntnisse zunichtemachen. Wie die University of Arizona in einem kurzen Beitrag erläutert, hat sich die Formation in der sogenannten Hellas-Tiefebene wohl in einer "komplexen Geschichte zwischen Dünen, Lava und Wind" gebildet:

Bild

Demnach seien "vor langer Zeit" halbmondförmige Dünen über die Ebene gewandert. Bei einer Eruption hab sich dann Lava um diese Dünen bewegt, "aber nicht über sie" so die Wissenschaftler. Während die Dünen durch Wind kontinuierlich abgetragen worden waren, war die so gebildete Lava-Struktur zurückgeblieben. Wissenschaftler beobachten diese sogenannten "Dünen-Gussformen" häufiger, in diesem Fall sei eine Ähnlichkeit zum berühmten Star-Trek-Logo aber nicht abzustreiten: "das ist aber nur reiner Zufall", so die Wissenschaftler. :!:

Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

Verfasst: 17.06.2019, 10:27
von Holger
..Formationen auf dem Mars sind für Menschen schon sehr lange immer wieder Grund zur Aufregung. 1877 hatte der Astronom Giovanni Schiaparelli Linienstrukturen auf dem Nachbarplaneten entdeckt, die fälschlich als Lebensspuren gedeutet wurden. 1976 sorgte dann der Orbiter Viking 1 mit der Aufnahme des "Marsgesicht" für Aufregung, dessen scheinbar eindeutige Strukturen spätestens 2007 durch neue Bilder des Mars Reconnaissance Orbiters jeglichen mysteriösen Charme verloren.

Bild
1979 ------------------------------------------------------------------------------------> 2007 ;)

Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

Verfasst: 24.06.2019, 13:28
von Holger
Unsere Sonne ist eine träge Wanderin:

Unsere Sonne war in ihrer Jugend offenbar weniger aktiv und schnelldrehend als viele andere Jungsterne. Indizien dafür haben Astronomen im Natrium- und Kaliumgehalt des Mondgesteins gefunden. Demnach benötigte die junge Sonne in ihrer ersten Milliarde Jahren rund neun bis zehn Tage für eine Umdrehung – sie gehörte damit eher zu den langsamen Sternen. Doch erst das könnte die frühe Erde lebensfreundlich gemacht haben.

Als unsere Sonne vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstand, war sie noch deutlich unruhiger und aktiver als heute. Wie für junge Sterne typisch, schleuderte sie immer wieder große Mengen an Strahlung und Plasma ins All hinaus – und prägte damit auch die Entwicklung der Planeten. So könnte der Mars in dieser Zeit einen Großteil seiner Atmosphäre und seines Wassers verloren haben, während die Erde – geschützt von ihrem stärkeren Magnetfeld – diese Phase weitgehend unbeschadet überstand.

Doch eine Frage war bislang weitgehend ungeklärt: Wie schnell rotierte die junge Sonne? Die Rotationsgeschwindigkeit eines Sterns beeinflusst z.B. sein Magnetfeld und damit auch die Stärke und Häufigkeit von solaren Ausbrüchen.

Jetzt jedoch könnten Mitarbeiter des Goddard Space Flight Center der NASA eine Art Zeitmaschine in die Ära der frühen Sonne gefunden haben. Sie stießen darauf, als sie für eine andere Studie die Zusammensetzung von Mondgestein der Apollomissionen analysierten. Typisch für dieses Gestein ist ein deutlich geringerer Gehalt an Natrium und Kalium im Vergleich zu irdischen Krustengesteinen.

Das Ergebnis: Wäre die Sonne ein schnell rotierender Stern gewesen, hätten ihre starken Ausbrüche nahezu alles Natrium und Kalium aus der ungeschützten Mondkruste herausreißen müssen. Stattdessen deuten die Elementgehalte im Mondregolith daraufhin, dass die Sonne eher langsam rotierte und entsprechend ruhiger war. Nach Berechnungen der Astronomen benötigte unser Stern in seiner ersten Milliarde Jahren rund neun bis zehn Tage für eine Umdrehung. Damit gehörte unsere Sonne eher zu den „Bummelanten“ unter den Jungsternen. Seither hat sich das Rotationstempo noch weiter verringert: Heute benötigt die Sonne rund 45 Tage für einen Umlauf.

Re: Das Universum - Die Wissenschaft (2)

Verfasst: 14.07.2019, 13:23
von NewNemo
https://www.tagesschau.de/ausland/mondm ... n-101.html

...und von der Sonne geht es nun zum Mond; demnächst also Inder, bzw. vorerst evtl. indische Technik auf dem Erdtrabanten.