Einige Fragen...

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Holger
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23.09.2009, 07:49

Es ist ein schmaler Weg zwischen Abgrenzung und Ausgrenzug. :D

Wobei es legitim ist um bestimmte Dinge auf einem
bestimmten Level zu ´entwickeln´ den ´Eintrittspreis´
hochzusetzten!

Es gab zu allen Zeiten immer Menschen die über einen
besonderen oder außergewöhnlichen Pool an Fähigkeiten und
Fertigkeiten besaßen. Das ist gut, aber wichtiger ist das
man diese für die gesammte Gemeinschaft einsetzt.

Wenn man (denkt) dazu zu gehören, muss man aber auch bereit
sei sich mit anderen Maßstäben werten zu lassen - ansonsten
fällt ein Vergleich zwischen Alexander von Humbold und
einem handwerklich begabten Tischlermeister recht einseitig
zu Gunsten des Ersteren aus. Ich hoffe Du verstehst mein
Augenzwinkern..

Unter der (Arbeits-)Woche habe ich recht wenig Zeit ge-
nügend Aufmerksamkeit für Euer Projekt auf zu bringen.
Das mit dem Querlesen wird so noch ein wenig dauern.. :)

Aber Ihr habt erstmal meinen Respeckt für den Ansatz und
die nun schon ein Jahrzehnt währende Ausdauer.

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Nemesus
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re: Holger

08.10.2009, 13:08

Kleiner Nachtrag. Ich habe einen "virtuellen Rundgang" eingerichtet, und einen zentralen Nexus. Ich hoffe von beiden, dass sie die Übersichtlichkeit erhöhen.

Nun aber zu dem, was Du schreibst:
Wenn man (denkt) dazu zu gehören, muss man aber auch bereit sei sich mit anderen Maßstäben werten zu lassen
Nun, ich glaube, dass "Denken" in dem Fall nicht ausreicht. Man gehört nicht dazu, weil man sich in einem Projekt einträgt oder sonst etwas auf sich hält, sondern in dem man es versucht, besser zu machen. Selbst, wenn man scheitert, finde ich es noch besser, als es gar nicht erst zu versuchen, weil man scheitern könnte.

Ansonsten:
Ich glaube an das gute im Menschen... Wenn die Situationen, in denen er sich befindet, günstig sind. *gg*

Worauf ich hinaus möchte:
Stell Dir vor, wir befinden uns im Jahr 1993. Einem Menschen ist Allgemeinbildung für alle wichtig, und deshalb begeistert er einige Leute, denen das auch wichtig ist. Diese Leute sind keine Dummköpfe und greifen die Idee auf. Hätte er sich mit seinem Anliegen an Dummköpfe gewandt, hätten wir nicht die Wikipedia.
Näheres findest Du hier.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia

Kurios dabei:
Aus diesem Blickwinkel betrachtet, wäre es UNETHISCH, bestimmte Menschen nicht auszugrenzen.

Auch dieser Post ist selbstverständlich mit einem leichten Augenzwinkern versehen. Aber dennoch: Menschen tragen Verantwortung für sich selbst. Seine Zeit mit Menschen zu verbringen, die nicht die gleichen Interessen haben, kann zuweilen verantwortungslos sein.

Zum Beispiel, wenn ein Mensch mit einem Projekt eine Verbesserung erreichen möchte. Wenn er dann Leute versucht, zu überzeugen, die Spaß daran haben, gute Projekte zu vereiteln, dann wäre es unethisch Zeit mit Diskussionen zu verschwenden, anstatt das Projekt weiterzubringen.

Ich hoffe, meine Sichtweise kommt rüber.
Lieben Gruß,
N.

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Holger
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08.10.2009, 13:48

"Menschen tragen Verantwortung für sich selbst."

Aber selbst hier sind die dazu notwendigen Fähigkeiten und
Fertigkeiten unterschiedlich verteilt.

Mit Ausgrenzung meinte ich bisher alle bisherigen vom Menschen
geschaffene Gesellschaftsordnungen. Es hat noch nie eine
gegeben die ihren Segen über alle Mitglieder ausgeschüttet
hat. Individuelle Ausgrenzung ist eher eine (notwendige)
Abgrenzung..

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Nemesus
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re: Holger

08.10.2009, 15:26

Mit Ausgrenzung meinte ich bisher alle bisherigen vom Menschen geschaffene Gesellschaftsordnungen. Es hat noch nie eine gegeben die ihren Segen über alle Mitglieder ausgeschüttet hat.


Interessant. Aber ich möchte entgegenhalten, dass schon viele Gesellschaftsordnungen ihren Fluch über Menschen ausgebreitet haben.

Konkreter: Ich bin in vielerlei Hinsicht weder von der Politik Deutschlands noch vom System selbst überzeugt. Sämtliche Entscheidungen, die sich als Gesetze niederschlagen, gelten auch für mich, obgleich ich sie im höchsten Maße fragwürdig finde. Ich könnte sogar wissenschaftlich begründen, weshalb.

oder noch anders:
Erst durch den Segen der Ausgrenzung können sich Menschen entscheiden.

Insofern finde ich Projekte, die Grenzen ziehen wesentlich besser als welche, die keine ziehen. Denn wenn Du ein anspruchsvolles Projekt hast, ist es damit ganz schnell vorbei, wenn Du anspruchsvolles Volk hinein lässt. Um alle zu integrieren, wirst Du einen Ort geschaffen haben, an dem sich keiner mehr wohl fühlt.

Oder nicht?
Lieben Gruß,
N.

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Holger
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08.10.2009, 15:37

Wer nicht mitmacht (sich einbringt) kann auch nicht ein-
treten.. ;)

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